Lust auf ein Leben ohne Abhängigkeiten – das ist es, wofür wir uns
einsetzen. Als Selbsthilfeorganisation wissen wir, wovon wir reden.
Das Blaue Kreuz in der Evangelischen Kirche (BKE) ist
eine Organisation in der Suchtkrankenhilfe. Unsere Arbeit ist geprägt durch das
Prinzip der Selbsthilfe, organisiert in den Gruppen vor Ort. Hier lösen wir
gemeinsam unsere Suchtprobleme: Weil wir wissen, wovon wir reden. Weil wir Hilfe
durch unsere ehren- und hauptamtlichen Experten und Expertinnen anbieten können.
Im Zentrum der Arbeit
des BKE steht der Mensch, der in der Selbsthilfegruppe vor Ort Wege aus seiner
Abgängigkeit sucht - gemeinsam mit anderen. Die Selbsthilfegruppen sind auf
Orts-, Landes- und Bundesebene organisiert. Diese Zusammenschlüsse stärken die
Arbeit, schaffen den rechtlichen Rahmen und sorgen für Input von Wissen,
Expertise und Beratung, wenn sie nötig sind.
Das Blaue Kreuz in der
Evangelischen Kirche ist einer der fünf Selbsthilfe- und Abstinenzverbände der
freien Wohlfahrtspflege, die allesamt Mitgliedsorganisationen in der Deutschen
Hauptstelle für Suchtfragen, Hamm sind. Sie alle kooperieren miteinander. Werden
alle fünf Verbände zusammengerechnet, bieten sie in immerhin bundesweit 5000
Selbsthilfegruppen Abhängigen eine unbürokratische, leicht erreichbare
Anlaufstelle im Kampf gegen ihre Krankheit.
Die Wurzeln des BKE
reichen über 130 Jahre zurück. Seine Geschichte begann 1877 mit der Gründung des
Blauen Kreuzes durch den protestantischen Pfarrer und Theologen Louis-Lucien
Rochat in Genf, acht Jahre später gab es in Hagen den ersten Blaukreuz-Verein,
1902 entstand der Vorläufer des BKE in Soest.